Transferring Co-Operative Study Programs ("Duales Studium") from Germany to the Middle East

I am currently exploring the opportunities to transfer elements of the well-established system of co-operative studies (“duales Studium”) in Germany to the Middle East. Interestingly, a prominent Arab investor is fascinated by the fact that post-secondary education in Germany - different from many other countries in Europe and even more beyond - succeeds in creating employability opportunities to young people. 

A crucial facet of this system and an element which is easier to transfer to other Countries than other aspects are co-operative study programs which intertwine academic studies at the University with practical training in a co-operating company.

“Duales Studiengänge” (co-operative study programs) are defined by three key elements:

  1. They are “dual” in the sense of combining two places of learning and two different approaches to learning.
  2. They meet academic standards, guaranteed through accreditation processes.
  3. They lead to a two-fold qualification, linking theoretical knowledge with practical skills and experiences.

As an example: Based on a trilateral contract, the trainee/employee, the employing company and the University agree on the program, its curriculum and conditions. In a systematic way, phases of practical work and training in the company are followed by periods of academic studies. Thus, over a time of three years, the employee/trainee is lead to a BA degree plus a recognized practical qualification which usually go along with a very low risk of unemployment. From an employer perspective, co-operative studies ensure a tailor-made curriculum that is very close to the actual qualification needs in the company and which often could not be offered by the company alone.

As pre-conditions for programs like this, we will explore the openness of company partners in the Region, the opportunity to transfer established curricula, the interest of young people in a new form of education and the legislative framework.

Die digitale Transformation der Hochschulbildung: Ein pragmatischer Vorschlag für Hochschulleitungen

Jenseits aller Hysterie und Übertreibungen, die das Thema in den letzten Jahren erfahren hat, bleibt die Frage der Digitalisierung der Hochschulbildung eine der drängendsten Herausforderungen für Hochschulen. Warum? Im Kern sind es fünf Faktoren:

  • Die schiere Nachfrage nach Hochschulbildung weltweit wächst derzeit so rasant, dass nicht in Sicht ist, wie der Bedarf über das Wachstum bestehender oder die Gründung neuer, konventionellen Modellen folgender Hochschulen gedeckt werden kann.

  • Gesellschaftliche Veränderungen unterschiedlichster Art führen zu einer immer heterogeneren Zusammensetzung der Studierendenschaft; überdies verschwimmen die bislang so klaren Grenzen zwischen hochschulischer und beruflicher Bildung, Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung.

  • Der Arbeitsmarkt verlangt, getrieben von technischer und wirtschaftlicher Dynamik, nach ebenso dynamischen, deutlich flexibleren Bildungsangeboten, um lebenslanges Lernen Wirklichkeit werden zu lassen.

  • Die technologischen Voraussetzungen für neue Modelle der Hochschulbildung sind gegeben; die Verfügbarkeit von Bandbreite und Endgeräten limitiert nicht mehr eine Innovation, deren Fälligkeit auf der Hand liegt.

  • Schließlich bauen sich innerhalb des Hochschulsystems selbst zunehmend Wettbewerbsdruck und Kostendruck auf - in allen Märkten die wesentlichen Treiber für Veränderungen; hinzu kommt die Tatsache, dass sich die Hochschulen nicht mehr ihren selbst hervorgebrachten Erkenntnissen zur Ineffizienz tradierter Lernformate entziehen können.

Zugleich wurde die Debatte über die Digitalisierung der Hochschulbildung in den letzten Jahren auf die Frage verkürzt, ob Massive Open Online Courses (MOOCS) in der Lage sind, den Zugang zur hochschulischen Bildung zu “demokratisieren” und gleichsam “Harvard für alle” zu verheißen. Eine teilweise blauäugige Euphorie ist zunächst der Enttäuschung gewichen, nicht zuletzt aufgrund der frappant hohen Abbruchzahlen und der - aller propagierten Offenheit zum Trotz - starken Korrelation zwischen der erfolgreichen Nutzung von MOOCs einerseits und bereits absolvierter formaler Hochschulbildung andererseits. Nun setzt sich zunehmend eine pragmatische Betrachtung durch, die MOOCs als ein Element unter mehreren in die Entwicklung von Hochschulstrategien einbezieht und damit übergeordnete strategische Fragen der Ausrichtung der jeweiligen Hochschule voranstellt. Interessanterweise gewinnen MOOCs so in dem Maße wieder an Bedeutung, in dem sie nicht als Selbstzweck von den Hochschulen produziert werden, sondern ein Baustein sind, um eine jeweils eigene Strategie zu verfolgen. So konstatiert der “Economist” jüngst (14.01.2017) den “Return of the MOOC”.

Vorgehensweise

Um als Hochschule eine digitale Strategie zu entwickeln, habe ich ein Framework entworfen und für eine der führenden Business Schools in Deutschland erfolgreich angewendet, das von drei Fragen ausgeht:

  1. Warum wird eine digitale Transformation angestrebt? - Welche Ziele sollen für die Hochschule erreicht werden?

  2. Was soll digital transformiert werden? - In welchem Bereich sollte, abgeleitet aus der strategischen Zielsetzung, angesetzt werden?

  3. Wie soll die digitale Transformation erfolgen? - Welches Vorgehen erscheint daher sinnvoll? 

1. Warum wird eine digitale Transformation angestrebt?

Die Frage nach dem Warum kann anhand von acht unterschiedlichen Motivationen strukturiert werden, die sich aus dem Handeln von Hochschulen deduzieren lassen. Hochschulleitungen können diese Motivationen für sich gewichten und Klarheit über die vielfach sonst nicht explizierten Absichten gewinnen.

2. Was soll digital transformiert werden?

Aus der auf diese Weise identifizierten Motivation wird abgeleitet, wo innerhalb des (stark vereinfachten) Handlungsmodells angesetzt werden sollte. Die unterschiedlichen Felder der Matrix können ihrerseits im Lichte der Motivationen priorisiert werden, so dass eine Art “Heat Map” entsteht.

3. Wie soll die digitale Transformation erfolgen?

Ein Katalog vielfältiger Fallbeispiele erleichtert es, im dritten Schritt - aus der Motivation abgeleitet und bezogen auf den priorisierten Bereich - Orientierungspunkte für konkrete Maßnahmen zu gewinnen oder weitere Vorhaben zu skizzieren.

Project Canvas

In einem Workshop mit der Hochschulleitung können vor diesem Hintergrund erste Ideen für entsprechende Vorhaben entwickelt und im Format des “Project Canvas” umrissen werden.

Die weitere Arbeit an diesen Projektideen sollte agilen Prinzipien folgen und insbesondere:

  • Die Führungsebene der Hochschule eng einbeziehen,

  • Die Arbeit an der Digitalisierung selbst als Lernprozess verstehen,

  • Methoden wie “Rapid Prototyping” aufgreifen, um schnell erste Erfahrungen sammeln und für den weiteren Prozess fruchtbar machen zu können,

  • Lehrende und Studierende einbinden,

  • Zunächst weitestgehend mit frei verfügbaren technischen Lösungen arbeiten und kostenintensive Investitionen auf einen Zeitpunkt verschieben, zu dem die genauen Anforderungen/Spezifikationen klarer benannt werden können.

Überarbeitet: Gründung und Aufbau privater Hochschulen in Deutschland

Der Boom bei der Gründung privater Hochschulen in Deutschland hält an: Seit der Jahrtausendwende hat sich die Anzahl privater Hochschulen mehr als verdoppelt. Unser überarbeitetes Papier schlägt eine Schneise durch den Dschungel des Genehmigungsverfahrens und gibt Initiatoren von Privathochschulen Orientierung.

How MOOCs Will Revolutionize Corporate Learning And Development

MOOCs sind dabei, die Hochschulbildung nachhaltig und fundamental zu verändern. Erstaunlicherweise blieb der Bereich des "Corporate Learning" bislang hiervon weithin unberührt. Forbes beschäftigt sich in einem lesenswerten Artikel mit der Frage "How MOOCs Will Revolutionize Corporate Learning And Development" . McAfee wird von Forbes als Pionier hinsichtlich der Nutzung von MOOCs und anderen OER-Medien angeführt. Für Deutschland wäre Adidas zu ergänzen,  wo gleichfalls alle Fortbildungsaktivitäten im Lichter der aktuellen technologischen und didaktischen Entwicklungen neu ausgerichtet wurden: "Open Corporate University" kann das Konzept genannt werden:

  • Eigenverantwortliches Lernen des Mitarbeiters anstatt verbindlich definierter Fortbildungen.
  • Weitgehende Nutzung frei verfügbarer OER-Medien anstatt der aufwändigen Entwicklung proprietärer Kursinhalte. 
  • Intelligente, sich dynamisch auf Basis des Nutzer-Feedbacks weiterentwickelnde Kurs-Stukrturen anstatt starrer, kaum zu überarbeitender Fortbildungen. 
  • Systematische Einbindung Sozialer Medien.